Fallstudie: Erfolgreiche Altbau-Sanierung mit Wärmepumpe in Donnerschwee
Altbaucharme und moderne Effizienz – genau das wollten Eigentümer eines Klinker-Reihenhauses in Donnerschwee vereinen. Als benmark Gebäudetechnik GmbH planen, installieren und warten wir Wärmepumpen- und Klimasysteme in Oldenburg und Umgebung. In dieser Fallstudie zeigen wir, wie wir einen Altbau verlässlich auf Wärmepumpe umgestellt haben – ohne Fußbodenheizung, mit spürbarem Komfortgewinn, leisem Betrieb und transparenter Effizienz.
Ausgangslage
Das Objekt ist ein Klinker-Reihenhaus aus den 1930er Jahren mit rund 130 m² Wohnfläche auf drei Ebenen. Es verfügt über ein Zweirohr-Heizkörper-System, eine klassische Aufteilung in Wohn- und Schlafräume und teils modernisierte Fenster. Die bisherige Wärmeversorgung erfolgte über eine 25 Jahre alte Gasheizung. Die Ziele der Eigentümer waren klar: weg vom Gas, niedrigere Betriebskosten bei stabiler Wärme, leiser Betrieb im dicht bebauten Umfeld und eine zuverlässige Warmwasserversorgung für die vierköpfige Familie.
Unsere Analyse
Wir haben die Heizlast raumweise ermittelt, den Bestand hydraulisch bewertet und Potenziale zur Absenkung der Vorlauftemperaturen identifiziert. Grundlage waren die Oldenburger Auslegungsbedingungen, Messungen am Bestand sowie der Abgleich von Heizkörperleistungen und Stranghydraulik.
- Heizlast: ca. 7,5 kW bei -10 °C (Oldenburger Auslegungsbedingungen)
- Mögliche Vorlauftemperatur nach Optimierung: 48–50 °C
- Maßnahmen: hydraulischer Abgleich, größere Heizkörper in zwei Räumen, gedämmte Kellerdecke, gedämmte Heizungsleitungen
Wesentlich für die Effizienz war die Kombination aus richtig dimensionierten Heizflächen, sauber eingestellter Heizkurve und einer Regelung, die die reale Gebäudeträgheit berücksichtigt. Zusätzlich haben wir den Warmwasserbedarf und die Warmhaltezeiten analysiert, um Speichergröße und Legionellenschutz passend auszulegen.
Lösung und Umsetzung
Wärmepumpe und Leistungsauslegung
- Luft/Wasser-Wärmepumpe (Monoblock) mit 9 kW Nennleistung und modulierendem Inverter
- Dimensioniert für leisen, durchgängigen Teillastbetrieb und ausreichend Reserve bei Frost
Aufstellung und Schallschutz
- Aufstellung im Hof, schwingungsentkoppelt auf Fundament
- Nachtabsenkung und lärmoptimierter Modus für eng bebaute Straßenzüge
- Strömungsoptimierte Leitungsführung, um Strömungsgeräusche in der Fassade zu vermeiden
Hydraulik, Regelung und Warmwasser
- Heizkurve feinjustiert, kein Pufferspeicher nötig – direkte Anbindung für maximale Effizienz
- 300-l-Warmwasserspeicher für komfortable Zapfleistungen bei typischen Familienprofilen
- Systemschutz: Magnetschlammabscheider, Spülung der Bestandsleitungen, Filterkonzept
- Frischwasserstation integriert, um das Legionellenrisiko zu reduzieren
Gebäude- und Anlagenoptimierung
- Zwei Heizkörper vergrößert, um mit niedrigeren Vorlauftemperaturen ausreichend Leistung zu liefern
- Hydraulischer Abgleich auf Raumebene zur gleichmäßigen Wärmeverteilung
- Gedämmte Kellerdecke und gedämmte Heizungsleitungen als schnelle Effizienzhebel
PV-Integration und Eigenverbrauch
- Integration mit bestehender Photovoltaik (7 kWp) zur Eigenverbrauchssteigerung
- Lastmanagement: Anhebung der Solltemperaturen in PV-reichen Stunden, ohne Komforteinbußen
Die Inbetriebnahme erfolgte schrittweise: Spülung und Schutz der Anlage, Parametrierung der Regelung, Einmessung der Heizkurve bei unterschiedlichen Außentemperaturen und eine begleitete Optimierungsphase über einige Wochen. So konnten wir die tatsächlich benötigten Vorlauftemperaturen nachhaltig absenken.
Ergebnisse nach dem ersten Winter
- Stromverbrauch Heizung/Warmwasser: ca. 5.900 kWh
- Jahresarbeitszahl (JAZ): 3,5 im Gesamtsystem
- Vorlauftemperatur im Betrieb: 32–45 °C (witterungsgeführt)
- Deutlich gleichmäßiger Raumkomfort, kaum Geräuschwahrnehmung im Haus
Unterm Strich sorgt das System für stabile Wärme, geringere laufende Kosten und einen Komfort, der spürbar über dem vorherigen Zustand liegt. Die Wärmepumpe läuft überwiegend im effizienten Teillastbereich, Taktungen sind durch die hydraulische Auslegung minimiert. Im Alltag heißt das: leise, kontinuierliche Wärmeabgabe, angenehm temperierte Räume und verlässlich warmes Wasser – auch zu Spitzenzeiten. Durch die PV-Integration konnte zudem ein Teil des Wärmepumpenstroms direkt selbst erzeugt werden, was die Betriebskosten weiter senkt.
Wichtige Learnings für Oldenburger Altbauten
- Mit konsequenter Optimierung lassen sich Vorlauftemperaturen oft auf 40–50 °C an kalten Tagen senken – in der Übergangszeit deutlich weniger.
- Heizkörper plus hydraulischer Abgleich reichen in vielen Altbauten aus; Fußbodenheizung ist nicht zwingend notwendig.
- Kleine Dämmmaßnahmen (Kellerdecke, Leitungen) bringen spürbare Effizienzgewinne und stabilere Heizkurven.
- Schallschutz und Aufstellort sind planbar, auch in engen Höfen Donnerschwees: Fundament, Entkopplung, Nachtmodus.
- Direkt angebundene Systeme ohne Pufferspeicher sind oft effizienter – vorausgesetzt, Hydraulik und Regelung passen.
Technik im Detail: Was die Effizienz treibt
Heizkurve und Regelstrategie
Wir setzen auf eine moderate, witterungsgeführte Heizkurve mit fein abgestimmter Parallelverschiebung. So liefern wir nur so viel Vorlauftemperatur wie nötig. Das reduziert elektrische Leistungsaufnahme und steigert die Jahresarbeitszahl. In Kombination mit gleichmäßig durchströmten Heizkörpern hält sich die Spreizung stabil im optimalen Bereich.
Warmwasserkomfort ohne Kompromisse
Der 300-l-Speicher deckt typische Familienprofile sicher ab. Die Frischwasserstation erzeugt hygienisches Warmwasser im Durchlaufprinzip, während der Speicher auf effiziente Temperaturen gefahren wird. Periodische Anhebungen erfolgen regelungsgesteuert, ohne den Gesamtverbrauch unnötig zu erhöhen.
Systemschutz und Wasserqualität
Mit Magnetschlammabscheider, Spülung und Filtration sichern wir die Lebensdauer der Wärmepumpe und halten die Wärmeübertrager leistungsfähig. Gerade im Bestand mit älteren Heizkörpern verhindert das Störungen und Effizienzverluste.
FAQ zur Altbau-Wärmepumpe in Oldenburg
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung?
Ja, mit passenden Heizkörpern, hydraulischem Abgleich und sauber eingestellter Heizkurve läuft sie effizient. Entscheidend ist, die notwendige Heizleistung bei möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen zu erzielen – oft reicht das bestehende Zweirohr-System nach Optimierung völlig aus.
Welche Vorlauftemperaturen sind realistisch?
In vielen Oldenburger Altbauten erreichen wir 40–50 °C an sehr kalten Tagen, in der Übergangszeit deutlich weniger. Je besser die Heizflächen und die Hydraulik abgestimmt sind, desto niedriger fällt die Kurve aus – mit direktem Einfluss auf die JAZ.
Wie laut ist die Außeneinheit in dicht bebauten Straßen?
Mit richtiger Aufstellung, Schwingungsentkopplung, strömungsoptimierter Luftführung und Nachtmodus bleibt die Geräuschbelastung sehr gering. Wir planen das individuell für den Hof oder die Seitenzone – auch in engen Lagen in Donnerschwee.
Wie lange dauert die Umstellung?
Typisch 3–5 Tage inklusive Abgleich, Spülung und Inbetriebnahme. Warmwasser steht in der Regel durchgängig zur Verfügung, da wir die Umschaltung abgestimmt durchführen.
Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?
Ja, die Eigenverbrauchsquote steigt, wenn wir tagsüber bei PV-Ertrag die Last intelligent anheben. Das senkt die Stromkosten und verbessert die CO₂-Bilanz der Heizung deutlich.
Fazit: Altbau und Wärmepumpe – ein starkes Team in Donnerschwee
Diese Sanierung zeigt, wie wir einen Altbau in Donnerschwee mit überschaubaren Eingriffen effizient und komfortabel auf Wärmepumpe umstellen. Die Kombination aus raumweiser Heizlastberechnung, hydraulischem Abgleich, gezieltem Heizkörper-Tuning und intelligenter Regelung macht den Unterschied. Das Ergebnis sind leiser Betrieb, gleichmäßiger Komfort, stabile Warmwasserbereitstellung und spürbar geringere laufende Kosten.
Nächste Schritte
Wir prüfen Ihr Gebäude vor Ort, berechnen die Heizlast, analysieren die Hydraulik und zeigen Ihnen, welche Maßnahmen Ihre Wärmepumpe im Altbau stark machen. Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Beratung: Kontakt aufnehmen.