Altbauten prägen Oldenburg – vom prunkvollen Stadthaus bis zum robusten Klinkerbau. Wer im Bestand effizient heizen will, braucht ein System, das zur Bausubstanz, Nutzung und Umgebung passt. Wir kombinieren präzise Planung mit praxiserprobten Wärmepumpen- und Hybridlösungen, berücksichtigen Denkmalschutz, Schallschutz und Aufstellorte und holen so das Beste aus jedem Gebäude heraus.
Typische Altbautypen in Oldenburg und passende Heizlösungen
Oldenburgs Altbau-Bestand ist vielfältig: von repräsentativen Gründerzeitfassaden im Dobbenviertel bis zu kompakten Klinkerbauten in Osternburg und Eversten. Wenn wir Heizsysteme planen, denken wir immer das Gebäude als Ganzes mit – Bausubstanz, Denkmalschutz, Schallschutz und die typische Nutzung. So finden wir die Wärmepumpe oder Hybridlösung, die wirklich passt.
Gründerzeit- und Jugendstil-Stadthäuser (Dobbenviertel, Ziegelhofviertel)
Hohe Decken, Radiatoren, oft teilsanierte Gebäudehülle.
- Hochtemperatur-Luft-Wasser-Wärmepumpe für bestehende Gussradiatoren
- Optional: Austausch einzelner Heizkörper gegen größere Modelle für niedrigere Vorlauftemperaturen
- Leiser Außenteil und Schallschutzkonzept für enge Straßen
Planungshinweise
- Konsequenter hydraulischer Abgleich und korrekte Wassermengen begrenzen die notwendige Vorlauftemperatur.
- Regelstrategie mit witterungsgeführter Heizkurve und optionalen Raumfühlern stabilisiert Komfort trotz großer Raumhöhen.
- Denkmalschutz: Außengeräte unauffällig platzieren (Hof, Innenhof, Dachhof) und Leitungswege behutsam planen.
Ergebnis: Komfortable Wärme ohne Eingriff in historische Substanz – und deutlich niedrigere Betriebskosten gegenüber reinen Gaslösungen.
Klinker-Mehrfamilienhäuser der 1920/30er (Osternburg, Innenstadt)
Massive Ziegel, oft Hinterhöfe und begrenzte Aufstellflächen.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe als Kaskade für mehrere Wohneinheiten
- Hydraulischer Abgleich, Hocheffizienzpumpen, zentrale Trinkwarmwasserbereitung
- Optional Hybrid mit vorhandener Gastherme für Spitzenlast
Planungshinweise
- Aufstellflächen im Hof schalloptimiert nutzen; Schwingungsentkopplung und Luftschallabschirmung einplanen.
- Trinkwarmwasser hygienisch mit Speicher oder Frischwasserstation dimensionieren; Zirkulation effizient regeln.
- Energetische Teilmodernisierung (Fenster, Kellerdecke) ermöglicht niedrigere Systemtemperaturen und bessere Jahresarbeitszahlen.
Mit modularen Kaskaden erreichen wir hohe Versorgungssicherheit, einfache Wartung und einen schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Wärme im Bestand.
Siedlungshäuser der 50/60er (Eversten, Kreyenbrück)
Kompakte Grundrisse, gute Dämm-Optionen.
- Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe, ideal mit Heizkörper-Upgrade oder Fußbodenheizung im EG
- PV-Kopplung und intelligentes Lastmanagement für niedrige Betriebskosten
Planungshinweise
- Heizflächen-Upgrade: größere Plattenheizkörper oder Gebläsekonvektoren in Schlüsselräumen schaffen Reserven.
- Elektrische Infrastruktur für PV-Eigenverbrauch, Pufferspeicher und EV-Laden zukunftssicher auslegen.
- Außeneinheit witterungsgeschützt an der Gartenseite; kurze Leitungswege reduzieren Verluste.
So wird das typische Siedlungshaus zum Effizienzpaket: leise, sparsam und durch PV-Strom langfristig unabhängiger.
Friesen-/Gulfhöfe und Resthöfe im Umland (Etzhorn, Wardenburg)
Viel Fläche, gute Erdreichpotenziale.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdsonden oder Flächenkollektor) für maximale Effizienz
- Zonierte Wärmeverteilung: Wohnteil niedrig, Wirtschaftsteil frostfrei
Planungshinweise
- Genehmigungen und Hydrogeologie früh klären; bei Sonden Bohrkonzept und Abstände einhalten.
- Große Pufferspeicher und Flächenheizungen im Wohnteil ermöglichen sehr niedrige Vorlauftemperaturen.
- Optionale Kühlfunktion über Flächenheizung für sommerlichen Komfort.
Im ländlichen Raum kombinieren wir Sonden, Flächenkollektoren und PV/Batterie zu besonders effizienten und leisen Gesamtsystemen.
Worauf wir in der Altbau-Sanierung achten
- Heizlastberechnung je Raum und realistische Vorlauftemperaturen
- Pragmatische Hüllmaßnahmen: Dachboden, Kellerdecke, Fensterabstimmung
- Schallschutz und saubere Aufstellorte im dichten Stadtgefüge
- Förderberatung (BAFA/KfW) und fachgerechte Dokumentation
- Hydraulischer Abgleich, richtige Volumenströme und intelligente Regelung zur Effizienzmaximierung
- Warmwasserhygiene (Legionellenprävention) und effiziente Zirkulationsstrategien
- Saubere Integration in Bestandsverteiler, minimalinvasive Leitungswege und Staubschutz auf der Baustelle
Förderungen, Genehmigungen und Schallschutz in Oldenburg
Wir navigieren durch Förderlandschaft und Genehmigungen, damit Projekte zuverlässig und wirtschaftlich umgesetzt werden. BAFA- und KfW-Programme unterstützen Wärmepumpen, Hüllmaßnahmen und Planung. Wir prüfen im Einzelfall, welche Kombination am meisten bringt und begleiten die Dokumentation bis zur Auszahlung.
Bei Erdsonden berücksichtigen wir Geologie und Grundwasserschutz. Wo Bohrungen nicht sinnvoll oder genehmigungsfähig sind, setzen wir auf leise Luft-Wasser-Systeme mit Schallschutzkonzepten. So halten wir die Oldenburger Grenzwerte sicher ein – auch in engen Straßen und Hinterhöfen.
benmark Gebäudetechnik GmbH: Planung, Installation, Service
Wir planen, installieren und warten moderne Wärmepumpen- und Klimasysteme in Oldenburg und Umgebung. Mit präziser Auslegung, sauberer Ausführung und zuverlässigem Service schaffen wir effiziente Heizsysteme für Ihren Altbau – vom Stadthaus bis zum Klinker-Mehrfamilienhaus.
Unsere Leistungen im Überblick
- Vor-Ort-Analyse, digitale Heizlast und Konzeptentwicklung
- Auslegung von Luft-/Sole-Wärmepumpen, Hybridlösungen und Warmwasserbereitung
- Hydraulikplanung, Schallschutz, Elektro- und PV-Integration
- Fördermittelservice, Dokumentation, Einweisung und Wartung
Sie möchten wissen, welche Lösung für Ihr Gebäude sinnvoll ist? Dann fragen Sie jetzt eine unverbindliche Beratung an.
FAQ
Funktioniert eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau?
Ja, wenn die Vorlauftemperaturen stimmen. Mit Heizkörper-Upgrade, hydraulischem Abgleich und kleinen Dämmmaßnahmen erreichen wir oft 50–55 °C effizient.
Müssen alle Heizkörper getauscht werden?
Nicht zwingend. Häufig reicht der Tausch einzelner Radiatoren gegen größere Modelle oder Gebläsekonvektoren in Schlüsselräumen.
Ist eine Erdsonde in Oldenburg genehmigungsfähig?
Je nach Standort. Wir prüfen Hydrogeologie und Genehmigungen und bieten Alternativen wie leise Luft-Wasser-Systeme.
Wie laut ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in dicht bebauten Straßen?
Mit schallarmen Geräten, kluger Platzierung und Schallschutz erreichen wir die Oldenburger Grenzwerte sicher.
Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?
Ja, besonders bei Tagbetrieb und Warmwasserspeicherung. Das senkt Betriebskosten spürbar.
Wie lange dauert der Umstieg auf eine Wärmepumpe im Altbau?
Nach Planung und Materialdisposition benötigen wir für die Installation meist wenige Tage. Bei größeren Projekten (z. B. MFH-Kaskaden) staffeln wir die Umsetzung, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Was kostet der Betrieb im Vergleich zu Gas?
Das hängt von Vorlauftemperaturen, Jahresarbeitszahl und Stromtarif ab. Mit optimierten Heizkurven, PV-Eigenverbrauch und Lastmanagement erzielen wir in der Praxis deutliche Einsparungen und mehr Preisstabilität.
Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?
Ja. Über Fußbodenheizung oder Gebläsekonvektoren ist passive oder aktive Kühlung möglich. Wir planen die Regelung so, dass Behaglichkeit und Effizienz zusammenpassen.